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AdresseBitziusstrasse | 3006 Bern
Jahr2009
BauherrschaftPrivat
Ausgeführte Arbeiten / Leistungen:SIA Wettbewerb
NutzungSporthalle, Schulgebäude
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Kommt man die Bitziusstrasse hoch, so ist das schlossartige Schulhaus aus dem Jahre 1909 wieder vollumfänglich sichtbar. Denn der Neubau aus Sporthalle und zwei Werkräumen wird ganz bewusst tief gehalten. Auch der Eingangsbereich des neuen Komplexes fügt sich harmonisch ein. Die Sport- halle wird Sockel des bestehenden Schulhauses und gibt ihm wieder mehr Präsenz: freie Sicht aufs Bitzius. Die Bitziusstrasse spielt weiter eine Rolle: Sie dient als Vorlage für die Form der neuen Halle. Leicht gebogen folgt das Gebäude der Strasse. Der Sockel neigt sich dabei zum Schulhaus hin etwas ab. Eine Besonderheit des Baus sind seine Fenster. Von der Strasse aus ist einerseits sichtbar, wie sie spielerisch die Rhythmisierung des alten Schul- gebäudes aufnehmen. Andererseits spielen sie mit Höhen und Tiefen und erzeugen so entsprechende Neigungen im anschliessenden Terrain. Übrigens wurde auch das Trottoir mit den zehn Parkplätzen getauscht. Das freut die Fussgänger und kommt den Auto fahrenden sehr entgegen.

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Der Hauptzugang der neuen Halle ist vom Pausenplatz und von den Aussen- plätzen her bestens erreichbar. Vom Schulhaus kommend, befindet sich der Zugang auf der Ebene der alten und neuen Werkräume. Unter dem Eingangsbereich sind auf drei Stockwerken geschickt die Garde- roben, WC-Anlagen und weitere Nebenräume angeordnet. Ein besonderes Augenmerk wurde der Sauberkeit geschenkt. So sind Ein- und Ausgänge der Garderoben strikte getrennt: vorne im Strassen-Tenu rein, hinten im Turn-Tenu raus. Einen weiteren Eingang haben die Besucher, die von der Strasse her die Sporthalle betreten können. Mehr noch: Sie haben eine Galerie, die sie zu „echten“ Zuschauern macht und von wo aus sie die Sporthalle inklusive Kletterwand überblicken können. A propos Kletterwand: Der Parcours beginnt im Sous-Sol und endet kurz unterhalb des Hallendachs. Die Länge entspricht in ungefähr der Hallenlän- ge und die Form kommt aus der Landschaft: Was aber draussen horizontal ist, wird innen an der Wand vertikal. Eine wertvolle Schatulle

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Ökologisch und ökonomisch: So können die Überlegungen zu den Materia- lien zusammengefasst werden. Aussen wird mit zweischaligem Sichtbeton gearbeitet, im Innenbereich ebenfalls mit Sichtbeton und einer Perimeter- dämmung gegen aussen. Und: Eine Holz-Schatulle wird eingebaut. Der Holzboden der Halle findet an den Wänden seine Fortsetzung, bis auf ungefähr drei Meter haben wir eine einheimische Holzverkleidung. Wirkt warm und wertvoll.

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